Amanogarnelen sind bekannt dafür, nur mit einem relativ großen Aufwand nachgezüchtet werden zu können, da sie dem primitiven Fortpflanzungstyp angehören. In dieser Hinsicht ist die Amanogarnele eine Garnelenart, an der vor allem ambitionierte Aquarianer viel Spaß haben sollten. Da sich Amanogarnelen abseits der Zucht allerdings als recht genügsame Aquarienbewohner präsentieren, können sie auch schon von Anfängern gehalten werden, wenn keine Nachzucht erwünscht ist. Sie stellen in der Regel keine Ansprüche, die nicht auch ein Anfänger mit dem ohnehin für die Aquaristik erforderlichen Engagement erfüllen könnte. Amanogarnelen gelten als relativ robust und können zudem sehr viel älter werden als Garnelen, die dem spezialisierten Fortpflanzungstyp zuzurechnen sind. Dieses sind beste Voraussetzungen dafür, dass man an diesen Tieren lange seinen Spaß haben wird. Im Folgenden klären wir Aquarianer, welche die Amanogarnelen noch nicht kennen, darüber auf, wie diese Garnelen sich optisch präsentieren und welcher Aufwand vonnöten ist, wenn man sich doch dazu entscheidet, mit Amanogarnelen zu züchten.

Aussehen der Amanogarnelen
Amanogarnelen geraten manchmal angesichts der vielen recht auffällig gefärbten Garnelenarten und Zuchtformen leider ins Vergessen. Sie können nicht mit einem knallroten, gelben, blauen oder sonstig stark gefärbten Körper aufwarten. Was allerdings oft übersehen wird, ist die Schönheit der Amanogarnelen, die auf ihre Musterung zurückzuführen ist und die sich dem Betrachter oft erst auf dem zweiten Blick erschließt. Diese Musterung besteht aus kleinen dunkleren Punkten, die auf den häufig hellen und transparenten Körpern der Amanogarnelen an beiden Seiten in Linien angeordnet sind. Wem diese Musterung noch nicht Grund genug ist, Amanogarnelen interessant zu finden, wird sich zudem eventuell von der Größe dieser Tiere überzeugen lassen: Mit den bis zu fünf Zentimetern, die Amanogarnelen erreichen können, sind sie deutlich größer als viele andere Garnelenarten, die heutzutage in deutschen Aquarien gehalten werden. Die weiblichen Tiere erreichen dabei regelmäßig die beeindruckendsten Größen.

Zucht mit Amanogarnelen: Eine Herausforderung
Züchten mit Amanogarnelen ist eine schwere, wenn auch spannende Aufgabe. Die Tiere produzieren zwar unzählige Eier, die Jungtiere schlüpfen allerdings als Larven und sind somit noch nicht soweit entwickelt wie die Nachkommen von Garnelen des spezialisierten Fortpflanzungstyps. Dieser Umstand bereitet zwei entscheidende Probleme, die es zu meistern gilt. Erstens müssen die Larven der Amanogarnelen ins Brackwasser überführt werden, damit sie ihre Entwicklung abschließen können. Zweitens ist die Entwicklung der Amanogarnelen im Brackwasser selbst eine sensible Phase, bei der es auch trotz vieler Bemühungen vonseiten des Aquarianers zu erheblichen Verlusten kommen kann. Die Nachkommen der Amanogarnelen, welche diese heikle Phase überstanden und eine gewisse Größe erreicht haben, müssen schlussendlich wieder in das Süßwasseraquarium umgesiedelt werden. Aquarianer, welche die Herausforderungen, die die Zucht mit Amanogarnelen darstellt, aufnehmen möchten, sollten sich im Vorfeld ein möglichst umfangreiches Wissen über die Amanogarnelen aneignen. An dieser Stelle ist die Konsultation von Fachliteratur und von Zuchtberichten, die u.a. auch bereits im Internet veröffentlicht wurden, sicherlich ratsam. Haben Hobby-Aquarianer Erfolg bei der Zucht mit Amanogarnelen, können sie ohne Frage sehr stolz auf ihre Leistung sein und sich an den Jungtieren besonders erfreuen.