Durch Pflanzen im Aquarium fühlen sich nicht nur die Fische wohler, auch ist das Becken für unser Auge wesentlich ansprechender. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzen mit unterschiedlichsten Ansprüchen. Doch alle haben eine Gemeinsamkeit: Fehlt nur ein Nährstoff wird das Wachstum eingestellt.

Ausgewogenheit von Nährstoffen
Daher gilt bei der Düngung von Aquariumpflanzen der Grundsatz ein ausgewogenes Nährstoffangebot zu schaffen. Ist nur ein notwendiger Nährstoff nicht in ausreichender Menge vorhanden, können andere Nährstoffe nicht verarbeitet werden. Diese stehe dann niederen Pflanzen wie Algen zur Verfügung. Eine ausgewogene Nähstoffzufur ist somit Grundlage für einen kräftigen Pflanzenwuchs und Minimierung von Algen. Ist es jedoch bereits zu übermäßigem Algenwuchs gekommen, sollte dieser erst komplett entfernt werden bevor die Düngung angepasst wird. Aquarium Welt beschreibt wie man hier vorgehen kann.

Die wichtigsten Pflanzennährstoffe
Die wohl wichtigsten Pflanzennährstoffe sind Licht und Kohlendioxid. Diese beiden Nährstoffe werden von jeder Pflanze benötigt um Photosynthese zu betreiben. Dabei wird der Grundstoff Glukose hergestellt. Selbst anspruchslose Pflanzen benötigen eine Lichtmenge die etwa 0,25 Watt pro Liter Wasser entspricht. Der CO2-Bedarf der Pflanzen ist unterschiedlich. Es kann jedoch nicht schaden einen CO2-Gehalt von mindestens 10 mg/l einzustellen. Einige Pflanzen benötigen sogar 25 mg/l. Diese beiden Nährstoffe sind ohne künstliche Zugabe im Aquarium nicht in ausreichender Menge vorhanden.
Ebenfalls nicht ausreichend vorhanden ist Eisen. Eisen ist der Grundbestandteil jedes Aquariumdüngers. Eisen ist notwendig um Chlorophyll zu bilden. Rein äußerlich erkennen wir dies an den satten Farben der Pflanzen. Pflanzen die an Eisenmangel leiden bleichen aus. Für die Pflanze ist dies weit tragischer, da sie Chlorophyll ebenfalls für die Photosynthese benötigt.
Zwei weitere Nährstoffe sind oftmals ohne weitere Zugabe ausreichend im Aquarium vorhanden. Nitrat und Phosphat sind Bestandteil der natürlichen Kreisläufe im Aquarium und werden aus Futterresten, Kot und abgestorbenen Pflanzenteilen gebildet. Eine angemessene Düngung von Basisnährstoffen kann jedoch dazu führen, dass diese Nährstoffe aufgebraucht werden. In diesem Fall ist eine Zusatzdüngung von Nitrat und Phosphat zu empfehlen.

Kontrolle des Düngezustandes
Grundsätzlich brauchen keine Wasserwerte gemessen werden, die wir nicht beeinflussen. Wir sollten uns jedoch bewusst sein, dass zum Beispiel eine Starke Beleuchtung den Bedarf an Nährstoffen erhöht. Ist man in diesem Fall mit dem Pflanzenwuchs nicht vollends zufrieden, sollten wir die oben genannten Nähstoffkonzentration feststellen und gegebenefalls durch gezielte Zusatzdüngung anpassen. Ein Beispiel für eine funktionierende Düngung findet ihr auf Aquarium Welt.

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