Die Herkunft des Kampffischs und dessen Aussehen
Der Siamesische Kampffisch stammt aus Südostasien. Heute sind diese Kampffische in Thailand und Kambodscha verbreitet. Der Siamesische Kampffisch gehört zur Familie der Osphronemidae und ist ein optisch sehr auffallender Fisch. Aus diesem Grund handelt es sich bei dem Siamesischen Kampffisch mittlerweile auch um einen sehr beliebten Aquarienfisch, welcher in Hinsicht auf die Pflege jedoch eher nicht für Anfänger im Bereich der Aquaristik geeignet ist.

Die Farben dieser Fische sind aufgrund der Zucht sehr unterschiedlich. Dabei ist jedoch erwähnenswert, dass männliche Kampffische häufig eine ansprechendere Färbung besitzen. Männliche Kampffische verfügen zudem über charakteristische Schleierflossen. Der Siamesische Kampffisch gehört zu den Labyrinthfischen. In der Wildnis leben Siamesische Kampffische vorwiegend in warmen und klaren Gewässern mit einer geringen Strömung. Der Siamesische Kampffisch kann eine Größe von 5-7 Zentimetern erreichen.

Die Haltung von Kampffischen in einem Aquarium
Bei der Haltung von Kampffischen gilt vor allem zu beachten, dass es sich bei diesen Fischen um Einzelgänger handelt. Männliche Kampffische können ein sehr aggressives Verhalten vorweisen. Dies ist vor allem bei der Begegnung zweier Männchen äußerst wahrscheinlich. Daher ist es sinnvoll, den Siamesischen Kampffisch ohne weitere Artgenossen zu halten. Die Haltung in einem Gemeinschaftsbecken mit anderen friedlichen Fischarten funktioniert in den meisten Fällen. Die gemeinsame Haltung mit flossenzupfenden Fischarten sollte jedoch am besten vermieden werden. Zudem ist es sinnvoll, in dem Aquarium keinerlei andere Arten zu halten, welche eine ähnliche Schleierflosse besitzen, wie dies bei dem Siamesischen Kampffisch der Fall ist. Ansonsten könnte es zu Verwechslungen kommen, bei denen der Kampffisch die andere Art für einen Artgenossen hält. Bei einem Becken mit ausreichender Größe ist es jedoch möglich, einen männlichen und weiblichen Kampffisch im selben künstlichen Becken zu halten, um auf diese Weise eine Zucht anzustreben. Bevor dies jedoch möglich ist, gilt es, die idealen Bedingungen für die Kampffische herzustellen. Die Werte des Wassers sind hierbei sehr wichtig. Siamesische Kampffische mögen eine Wassertemperatur von ungefähr 25-30 Grad. Der pH-Wert des Wassers sollte circa 6-8 betragen. Wird der Siamesische Kampffisch in kleinen Becken gehalten, in welchen nur wenig Platz vorhanden ist, so empfiehlt es sich, den Kampffisch als Einzelgänger zu halten. Bei Becken mit einer Größe von 100 Zentimetern oder größer, ist es denkbar, zwei Kampffische verschiedenen Geschlechts gemeinsam zu halten. In Bezug auf seine Ernährung ist der Kampffisch als Allesfresser keineswegs wählerisch und kann mit verschiedenen Dingen, wie beispielsweise Flockenfutter und Insektenlarven, gefüttert werden.

Die Zucht der Siamesischen Kampffische
Das Paarungsverhalten der Siamesischen Kampffische ist recht umfangsreich und kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Männchen errichten ein Schaumnest, sobald sie paarungsbereit sind. Bei weiblichen Kampffischen wird die Paarungsbereitschaft durch Laichstreifen erkennbar. Bevor es zur eigentlichen Paarung kommt, erfolgen erst einmal einige Scheinpaarungen. Ist die Paarung der Siamesischen Kampffische abgeschlossen, sammelt das Männchen die befruchteten Eier auf und bringt diese in das Schaumnest. Anschließend wird das Weibchen verjagt, denn bei den Siamesischen Kampffischen übernimmt der männliche Fisch die Brutpflege. Bevor es zur Paarung kommt, ist es sinnvoll, das Männchen ausreichend zu füttern, denn während es sich um das Nest kümmert, nimmt das Kampffischmännchen kaum oder überhaupt kein Futter zu sich. Der Nachwuchs schlüpft bereits 1-2 Tage nach der Befruchtung der Eier. Ein paar Tage bleiben die jungen Kampffische im Schaumnest und ernähren sich von ihrem Dottersack. Anschließend verlässt der Nachwuchs das Nest. Die Anzahl der Eier von Siamesischen Kampffischen kann durchaus bei 50-300 Stück liegen.