Garnelen sind nicht, wie vor wenigen Jahren noch, eine ausgefallene Spezies, die von nur wenigen begeisterten Liebhabern in Aquarien gehalten werden. In vielen Aquarien sind die kleinen und bunten Wirbellosen zu finden. Speziell die farbenfrohen Zwerggarnelen haben inzwischen eine große Liebhaberschaft und viele begeisterte Züchter gefunden. Auch die große Beliebtheit ist sicher ein Grund dafür, das immer neue Farbformen und Hochzuchtgarnelen gezüchtet werden. Zwerggarnelen sind inzwischen in allen erdenklichen Farben wie rot, blau, grün und gelb erhältlich. Anfängern fällt es häufig schwer sich für eine Garnelenart zu entscheiden, daher stellt sich häufig die Frage ob man nicht zwei Arten in einem Aquarium halten kann. Im Folgenden wollen wir auf diese Frage genauer eingehen und Tipps dazu geben, aber auch auf Schwierigkeiten aufmerksam machen.

Bei der Auswahl mehrerer Garnelenarten sollte zuvor abgeklärt werden ob sich die beiden Garnelenarten kreuzen. Es sollten nur solche Arten ausgewählt werden, die sich untereinander nicht kreuzen können. Wenn man die Garnelen nur selbst halten möchte und keine Garnelen abgeben wird erscheint es unwichtig ob die Garnelenart in Reinform erhalten bleibt oder ob andere Arten eingekreuzt wurden. Aber nicht nur beim Verkauf von Garnelen entstehen Nachteile durch Kreuzungen. Wenn man beispielsweise die roten Red Fire Garnelen und die gelben Yellow Fire Garnelen zusammen hält so bleibt die intensive rote oder gelbe bei der nächsten Generation nicht erhalten. Im Gegenteil, die Mischlinge verlieren schon sehr schnell die Farbe und es sind nach einigen Generationen nur noch braune und transparente Zwerggarnelen zu sehen, was auch den Hobbyhalter noch erfreuen wird.

Ein Beispiel für eine zu empfehlende Vergesellschaftung wären beispielsweise die Red Fire Sakura Garnelen und blaue Tigergarnelen. Diese beiden Arten können sich nicht kreuzen und bleiben daher auch artrein, wenn sie zusammen im Aquarium gehalten werden. Auch wenn bei den Junggarnelen in den ersten Lebenstagen sowohl bei den Sakura Garnelen als auch bei den Tigergarnelen die Körperfarbe transparent ist kann man die Tigergarnelen schon in diesem Alter an den seitlich am Körper sichtbaren Tigerstreifen erkennen und die Garnelenarten sehr gut unterscheiden.

Achten sollte man aber immer darauf das keine Garnelenart die andere dominiert und diese nach und nach verdrängt. Dies tritt besonders dann auf wenn sich eine der beiden Garnelenarten viel schneller fortpflanzt wie die andere. In diesem Fall muss dann von Zeit zu Zeit das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Dazu werden Garnelen von der Art entnommen, die sich besonders schnell vermehrt.

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