Zwerggarnelen haben sich in den vergangenen Jahren in Deutschland ausgebreitet. Anfangs noch von wenigen “verrückten” Aquarianern gehalten erfreuen sich die Garnelen immer größerer Beliebtheit. Heute sind sie fast in jedem Aquaristikladen anzutreffen. Diese kleinen Krabbler in ihren verschiedensten Farben haben längst die Herzen vieler Aquarianer erobert. Viele langjährige Zierfischzüchter stellen ein Becken nach dem anderen auf die Garnelenhaltung um.

Jedoch kann man häufig beobachten das unerfahrene Aquarianer im Handel 1 oder 2 Garnelen erwerben und diese ohne sich vorher zu informieren in das bestehende Gesellschaftsaquarium setzen. Jedoch unterscheidet sich die Haltung von Garnelen von der Fischhaltung. Teilweise findet man im Handel nicht den kompetenten Ansprechpartner der unabhängig und angemessen berät. Daher möchte ich im folgenden die wichtigsten Dinge nennen, die man über die Haltung von Garnelen wissen sollte.

1.) Die Anzahl

Garnelen sind Gruppentiere, erst wenn sie genügend Artgenossen um sich haben fühlen sie sich wohl. Werden nur wenige Garnelen gehalten verstecken sie sich stets und man bekommt sie nie zu Gesicht. Bei einem 50 Liter Aquarium sollte man beispielsweise mindestens 15 Garnelen als Erstbesatz erwerben.

2.) Fressfeinde

Garnelen können zwar mit Fischen und anderen Beckenbewohner vergesellschaftet werden, jedoch sollten dies nur Fische sein, die nicht zu groß werden. Barsche und Krebse sind sind zur Vergesellschaftung nicht geeignet da diese Fische die Garnelen als Nahrung ansehen.

3.) Wasserwerte

Es gibt unzählige Garnelenarten in den verschiedensten Farben und Arten. Nicht jede Art passt in jedes Wasser. Einige Garnelenarten dürfen nur in sehr weichem Wasser gehalten werden. Bei anderen Arten ist auch die Haltung in hartem Wasser problemlos möglich. Man sollte sich daher informieren welche Art in sein Becken passt.

4.) Der Filter

Das Aquarium kann mit jedem beliebigen Filter betrieben werden. Jedoch ist darauf zu achten dass das Ansaugrohr die Garnelen nicht einsaugt, daher sollte dies durch einen Damenstrumpf oder einen Filterschwamm gesichert werden.

5.) Eingewöhnung

Garnelen reagieren sehr empfindlich auf sich ändernde Wasserwerte. Nach dem Kauf von Garnelen sollte man die Garnelen nicht einfach in das heimische Becken geben. Man sollte die Garnelen über mehrere Stunden ganz langsam an das neue Wasser gewöhnen vor man sie ins Becken gibt.

6.) Anfängergarnele

Es gibt sehr empfinliche und eher robuste Garnelenarten. Als Anfänger sollte man seine Erfahrungen mit einer Garnelenart sammeln, die unempfindlich ist uns kleinere Haltungsfehler verzeiht. Für einen Anfänger sind beispielsweise folgende Arten zu empfehlen: Red Fire Garnelen, Yellow Fire Garnelen, Tigergarnelen, Grüne Garnelen oder Blue Pearl Garnelen.